
Analog-resistive Touchscreen
Analoge Systeme bestehen aus zwei gegenüberliegenden,
leitfähigen Indiumzinnoxidschichten (ITO) (x- und y-Schicht), die mit einer
konstanten Gleichspannung angesteuert werden. Bei Indiumzinnoxid handelt es sich
um ein transparentes, halbleitendes Material. Zwischen den zwei ITO-Schichten
befinden sich viele kleine und kaum sichtbare Abstands-halter, so genannte
Spacer-Dots (direkt übersetzt -> Abstands-Punkte), die eine Trennung der zwei
Schichten garantieren. Bei 4-Wire-Systems (4-Draht-Systemen) verfügt der
Touchscreen über vier Leitungen zum Controller, zwei für jede Achse. Berührt man
den Touchscreen an einer bestimmten Stelle, so berühren sich dort die zwei
ITO-Schichten, wodurch ein elektrischer Kontakt entsteht. Durch den Widerstand
dieses Kontaktes entsteht an jeder Stelle eine unterschiedliche Spannung. Die
Spannungsänderung kann dann zur Bestimmung der Koordinaten x und y benutzt
werden. 5-wire analog-resistive Touchscreen Bei 5-wire resisitive Touchscreen
wird die Ungenauigkeit durch Materialinhomogenitäten sowie der Einfluss von
Leckströmen auf der Messelektrode verringert, indem nur die rückwärtige
Elektrode (aus Glas) widerstandsbeschichtet ist, während die Frontfolie ideal
leitet. Die Ecken der Rückelektrode werden kontaktiert, die Frontelektrode dient
nur noch als Messelektrode für den Spannungsteiler, so dass dort eventuelle
Leckströme der Messeinrichtung keinen Spannungsabfall bewirken können. Im ersten
Zyklus werden die beiden oberen Ecken (A und B) verbunden und mit Spannung
versorgt, die beiden unteren Ecken (C und D) werden auf Masse gelegt. So erhält
man eine vertikale Position. Im zweiten Zyklus werden die beiden linken Ecken (A
und C) verbunden, die beiden rechten (B und D) auf Masse gelegt, wodurch die
horizontale Position abgeleitet wird.
Kapazitiver Touchscreen Kapazitive Touchscreens sind mit durchsichtigem
Metalloxid beschichtete Glassubstrate. Eine an den Ecken der Beschichtung
angelegte Spannung erzeugt ein exaktes, gleichmäßiges elektrisches Feld. Es
entsteht ein geringer Ladungstransport der im Entladezyklus in Form eines
Stromes an den Ecken gemessen wird. Die resultierenden Ströme aus den Ecken
stehen im direkten Verhältnis zu der Touchposition. Der Controller verarbeitet
die Informationen. Der Nachteil von kapazitiven Touchscreens besteht darin, dass
diese nur mit dem bloßen Finger, nicht aber mit einem Stylus oder in Handschuhen
bedient werden können.
Das Controllerboard (elektronisches Bauteil, das den Controller für den
Touchscreen enthält, meistens mit USB- oder RS232-Schnittstelle) regelt hier die
Kommunikation zwischen Computer und Touchscreen, die richtige Position wird mit
Hilfe der dazugehörigen Softwaretreiber bestimmt. Der analoge Touchscreen
arbeitet sehr genau und bietet eine hohe Auflösung. Die Mindestlebensdauer
beträgt in der Regel (je nach Qualität) mehr als 3 Millionen
Berührungen.