Vom Neuland zum neuen (Wirtschafts-)Wunderland

Vision digitales WunderlandAm Montag, den 26.10.2015 trafen an der Otto von Guericke Universität drei Größen aus Gründer- und Technologieszene zusammen, um über die Rolle Deutschlands im digitalen Tsunami zu diskutieren. Magdeburg. Während das Europäische Parlament in diesen Tagen die Zukunft der Netzfreiheit besiegelte, saßen die Redner Christian Linder, Dr. Hubertuns Porschen und Horst Wenske zur Gesprächsrunde zusammen in deren Zuge die Schaffung der Rahmenbedingungen für ein digitales Wirtschaftswunder erörtert wurde. Dabei zählten nicht die Kritik am bisherigen Umgang mit Big Data und Co., sondern vielmehr konstruktive Lösungsansätze und Best-Practice Beispiele. Im Vordergrund standen die Chancen des digitalen Wandels für Sachsen-Anhalt, das Bundesland, das in der Start-up Szene noch immer das Schlusslicht bildet. Besonders scharf wurde dabei der noch immer sehr distanzierte Umgang mit der digitalen Welt seitens der Politik beleuchtet. “Deutschland muss die Chancen der Digitalisierung nutzen. Aufgabe der Regierung ist eine Wirtschaftspolitik, die die Potentiale erkennt und eine Umsetzung durch Unternehmen begünstigt”, so Dr. Hubertus Porschen Bundesvorsitzender des Verbandes Die Jungen Unternehmer. FDP Bundesvorsitzender Christian Linder konkretisierte die Forderung an die Politik und machte klar, wie tief wir uns bereits im digitalen Wandel bewegen: “Der digitale Auto-Pilot hat bereits weite Teile unseres Lebens übernommen. Vernetzung, Online-Kommunikation und die Bewirtschaftung von Daten eröffnen uns einen Horizont, der Komfort im Alltag, Innovation, Effizienz und damit Wohlstand verspricht. Die deutsche Wirtschaft muss sich auf massive Transformationsprozesse einstellen, die schon als “digitaler Tsunami” bezeichnet wurden. Die Politik wiederum muss endlich dafür sorgen, dass in Deutschland eine neue Gründerkultur wächst, ” Dabei gibt es bereits Best-Practice Beispiele aus anderen Ländern, auch oder gerade was die Finanzierung angeht. Allem voran sind es die infrastrukturellen Rahmenbedingungen wie Breitbandausbau, die umgesetzt werden müssten sowie die Schaffung von Anreizen für Investoren. “Das Kapital für den IT-Bereich sollte begünstigt werden, da es eine Investition mit hohem Risiko ist. Man könnte zum Beispiel die Erträge für die ersten fünf Jahre niedriger besteuern.” konstatierte Horst Wenske Bundesvorsitzender 2016 der Wirtschaftsjunioren und Managing Partner der KTC – Karlsruhe Technology Consulting GmbH. Laut Herrn Wenske sind dies die Voraussetzungen zur Förderungen innovativer Unternehmen mit disruptiven Geschäftsmodellen.